POLITIK

Fortschritt. Eigenverantwortung. Toleranz. Dafür stehe ich ein.

Bildung stärken, Lehrermangel bekämpfen

Das duale Bildungssystem ist die Grundlage des wirtschaftlichen Erfolges der Schweiz. Darum setze ich mich aktiv für eine hochstehende, vielfältige und praxisnahe Bildungslandschaft ein. Die Grundschule übernimmt in diesem System wichtige integrative Aufgaben und soll die Schülerinnen und Schüler auf das Berufsleben und speziell auf eine Berufslehre vorbereiten. Damit dieses Vorhaben gelingt und die strukturellen Probleme in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern wirksam bekämpft werden können, muss die Akademisierung von Lehrkräften sofort gestoppt werden.

Lehrermangel jetzt stoppen
Vor über 20 Jahren wurde die seminaristische Lehrerausbildung abgeschafft. Damals gab es zu viele Lehrpersonen auf dem Markt und viele fanden keine Stelle. Zudem wurde die gesamte Bildungslandschaft reformiert und neu ausgerichtet. Allerdings warnten Fachleute bereits im Jahr 2002 vor einem massiven Lehrkräftemangel in spätestens 20 Jahren. Nun sind wir im Jahr 2024 angelangt und stehen vor vollendeten Tatsachen. Der Lehrermangel ist eine bittere Realität. Auf dem Job-Portal für Lehrpersonen des Kantons Bern regelmässig weit über 100 Stellen ausgeschrieben. Es ist davon auszugehen, dass im Laufe der Zeit längst nicht mehr alle wesentlichen Stellen besetzt werden können. Darunter leiden in erster Linie die Kinder, aber natürlich auch die Eltern. Es wächst die Erkenntnis, dass die Politik in den letzten 20 Jahren einfach weggeschaut und eine grosse Herausforderung schlicht ignoriert hat. Stattdessen hat die Lehrerlobby mit freundlicher Mithilfe der Bildungsdirektion die Akademisierung der Lehrkräfte vorangetrieben und damit noch ein weiteres Problem geschaffen. Denn Lehrerinnen und Lehrer werden für ihre langjährige Ausbildung oftmals viel zu schlecht bezahlt.

Die Schweiz braucht eine Lehrerlehre
Nun ist das Problem akut. Die Belastung für Lehrpersonen nimmt immer weiter zu und viele sind unzufrieden oder gar überfordert. Es gibt nicht wenige, die aufgrund der aktuellen Situation den Job verlassen wollen und kündigen. Nun kommen plötzlich Vorschläge und Initiativen von den Politikerinnen und Politiker, die das Problem jahrelang ignoriert haben. Diese Vorschläge sind aus meiner Sicht nicht brauchbar. Denn vornehmlich die linken Parteien fordern jetzt einfach mehr Geld für die Lehrkräfte. Aber wo soll dieses Geld herkommen? Und wie soll zusätzliches Geld ein Problem lösen, dass sich über die letzten 20 Jahren kontinuierlich verstärkt hat? Mit dem aktuellen System kann die Lücke nie nachhaltig geschlossen werden. Das aktuelle Ausbildungsmodell für Lehrkräfte begünstigt zielloses Studieren anstelle einer zielstrebigen Ausbildung. Leider fragt bei angehenden Lehrpersonen niemand nach der Eignung und auch die wichtige Komponente „lebenslanges Lernen“ fehlt fast vollständig. Dabei sollten genau die Lehrerinnen und Lehrer sich immer weiterentwickeln und mit der Zeit gehen, um die nächsten Generationen optimal und zeitgemäss auszubilden.

Gut gemeint ist nicht gut gemacht
Auch die PH hat mehr als eine Baustelle zu meistern. Viele Studierende berichten, dass der Stundenplan der PH so gelegt ist, dass Stellvertretungen neben dem Studium nur sehr schwierig realisiert werden können. Weiter spielt es keine Rolle, ob jemand während dem Studium zusätzlich einen Effort leistet und an einer Schule dringend benötigte Stellvertretungen gibt. Für das Studium ist diese Praxiserfahrung wertlos und bringt den Studierenden im Endeffekt nichts. Dabei braucht eine Lehrerin oder ein Lehrer ein ausgeprägtes Sendungsbewusstsein. Diese Kompetenz lernt niemand in der Theorie, sondern muss direkt im Schulzimmer vor einer Klasse gelernt werden. Feedbacks der Studierenden, welche regelmässig Stellvertretungen geben, zeigen, dass sie nach der Praxiserfahrung die Ausbildung an der PH stark hinterfragen und oftmals ziemlich desillusioniert und demotiviert sind. Ein weiteres grosses Problem ist, dass es nach wie vor sehr wenige Lehrkräfte mit Migrationshintergrund gibt. Damit ist im Schulzimmer eine enorm wichtige Personengruppe nicht oder nur sehr schlecht vertreten. Aus meiner Sicht ist auch dieser Umstand auf die Akademisierung des Lehrerberufs zurückzuführen.

Wirtschaft & Finanzen: Freiheit, Innovation und Verantwortung

Als liberaler Politiker und ehemaliger Präsident der Berner Jungfreisinnigen setze ich mich leidenschaftlich für eine dynamische und nachhaltige Wirtschaft ein, die auf den Prinzipien von Freiheit, Innovation und individueller Verantwortung basiert. In der Überzeugung, dass Wohlstand und Fortschritt durch eine offene und wettbewerbsorientierte Wirtschaft entstehen, vertrete ich klare Grundsätze im Bereich Wirtschaft & Finanzen:

1. Freier Markt und Wettbewerb:
Ein offener und freier Markt ist der Schlüssel zu wirtschaftlichem Erfolg. Ich setze mich dafür ein, bürokratische Hürden abzubauen und den Wettbewerb zu fördern, um Innovationen anzutreiben und eine breite Vielfalt an Optionen für Verbraucher zu gewährleisten.

2. Unternehmertum und Innovation:
Die Förderung von Unternehmertum und Innovation sind zentrale Elemente meiner wirtschaftlichen Vision. Durch die Schaffung eines Umfelds, das Kreativität und unternehmerische Initiative unterstützt, strebe ich an, dass die Schweiz auch in Zukunft ein Zentrum für Innovation und dynamisches Unternehmertum ist. Als Innovationsweltmeisterin sind wir ein Leuchtturm in der Welt und müssen diese Stellung auch in Zukunft behalten.

3. Verantwortliche Finanzpolitik:
Ich setze mich für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik mit Augenmass ein, die auf langfristiger Nachhaltigkeit basiert. Durch eine effiziente Nutzung der Ressourcen und die Förderung von Haushaltsdisziplin soll finanzielle Stabilität gewährleistet werden. Denn die zukünftigen Generationen dürfen nicht mit unverantwortlichen Schulden belastet werden.

4. Marktwirtschaft mit Verantwortung:
Eine starke Wirtschaft sollte für alle Bürgerinnen und Bürger Chancen schaffen. Ich befürworte eine Marktwirtschaft mit Herz, welche soziale Gerechtigkeit fördert und gute Möglichkeiten für alle bietet. Trotzdem steht für mich die persönliche Leistung im Zentrum. In der Schweiz muss sich Engagement auszahlen und mit sozialen Aufstiegschancen belohnt werden. Aus diesem Grund braucht es eine stabile Grundschulbildung, welche die individuellen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt. Zudem müssen die sozial Schwächsten in unserer Gesellschaft unterstützt und wenn immer möglich in der Wirtschaft integriert werden.